Mandibuläre Dysfunktion
  als Ursache des Tinnitus

Die Ohrgeräusche sind ganz verschieden: Patienten berichten von einem Pfeifen, Zirpen, Brummen, Rauschen oder eben einem Klingeln, das dem Tinnitus (lateinisch klingeln) seinen Namen gegeben hat. Das Symptom Tinnitus kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Eher selten tritt der objektive Tinnitus auf, der auch vom Untersucher mit dem Stethoskop gehört werden kann. Hervorgerufen wird er zum Beispiel durch turbulente Strömungen des Blutes, die auf Gefäßveränderungen beruhen. Hier muss abgeklärt werden, ob die Ursache harmlos ist oder vielleicht ein Tumor zu einer Gefäßveränderung geführt hat. Meist jedoch, so Dr. Volker Rust vom Fachklinikum Brandis, gibt es keinen Hinweis auf eine derart ernste Grunderkrankung.

 

Der subjektive Tinnitus wird nur vom Patienten wahrgenommen. Auslöser kann zum Beispiel ein Hörsturz sein. Zunehmend kommen auch Tinnituspatienten mit Fehlfunktionen von Kiefermuskulatur oder Kiefergelenk, wie sie bei der temporomandibulären Dysfunktion auftreten, ins Fachklinikum Brandis. Bei Verdacht auf eine solche Fehlfunktion, zum Beispiel beim Ansprechen auf so genannte Triggerpunkte wird vom Fachklinikum Brandis konsiliarisch eine Kiefergelenksmessung veranlasst. Dabei werden mit Hilfe eines am Oberkiefer befestigten Stützstiftes auf einer am Unterkiefer fixierten Platte sowohl die Kaubewegungen als auch der Kaudruck festgestellt. Insgesamt fordert somit das Symptom Tinnitus das Zusammenwirken der gesamten fachärztlichen Kompetenz des Fachklinikums.



Autor: Dr. med. Volker Rust
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