

Pfeifen, Klingeln, Hämmern - eine permanente Geräuschkulisse geht uns schnell auf die Nerven. Rund 7 Millionen Menschen in Deutschland können dem Lärm nicht entrinnen. Sie leiden unter dem so genannten Tinnitus.
Genauso beunruhigend ist ein schlagartig einsetzender Hörverlust. Hier heißt die Diagnose Hörsturz.
Beiden in ihren Ausprägungen so unterschiedlichen Phänomenen ist vieles gemeinsam. Häufig liegt ihnen ein äußerst komplexes und schwer durchschaubares Ursachengeflecht zugrunde. Diagnostik und Behandlung der Erkrankungen fallen in eine Grauzone zwischen Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Psychosomatik, Neurologie und Innere Medizin. Und so wird die Behandlung des Tinnitus oder des Hörsturzes nicht selten ein schwieriges und vor allem zeitaufwendiges Unterfangen.
Doch Zeit ist genau das, was die Betroffenen nicht haben. Während die Medizin im akuten Stadium noch Behandlungserfolge vorweisen kann,sind die chronischen Formen beider Erkrankungen nur schwer zu heilen.
Erkrankte müssen daher schnell handeln: Stellt sich in den ersten zwei Wochen nach ambulanter Behandlung kein Therapieerfolg ein, empfiehlt sich die stationäre Aufnahme in eine Spezialklinik wie das Akut-Tinnitus-Kompetenzzentrum am Fachklinikum Brandis. Hier können Ärzte aus den verschiedensten Fachbereichen der Medizin schnell und kompetent Ursachen abklären, die notwendigen Therapiemaßnahmen einleiten und kontrollieren.
Die drei Phasen des Tinnitus / Hörsturzes
- Akutes Stadium besteht weniger als 3 Monate
- Heilungschancen sehr gut - Subakutes Stadium zwischen 3 Monaten und 1 Jahr
- Heilung möglich - Chronisches Stadium besteht länger als 1 Jahr
- Heilung schwierig
Autor: Dr. med. Volker Rust













